Was ist mein Warum? Wie finde ich meinen Purpose?

Viele kennen Start with why“ von Simon Sinek. Zumindest hat der ein oder andere schon mal vom „Purpose“ usw. gehört. Also dass es ein Sinn- und Energie-gebendes WARUM braucht, um all seine Kraft bündeln zu können, damit man bis zum Erfolg dranbleiben kann und Menschen mitnimmt.

Das gilt umso mehr für Gründer, die sich sehr bewusst klar machen sollten, welcher Geschäfts-Idee sie nachlaufen und welchen Pfad sie eher meiden sollten.

Was ist überhaupt ein Purpose?

Dazu eine kleine Anekdote. Mein Kleiner war ca. zwei Jahre alt. Wir beide spielten auf dem Kinderspielplatz hoch oben auf dem Piratenschiff und kämpften gegen feindliche Schiffe. Am Ende des Schiffes ist eine Kinderrutsche. Das traute er sich aber nicht. Ich meinte zu ihm „rutsch doch mal!„. Er wollte nicht. Dann kam ein Kind und legte sein Spielzeug im Sand in Sichtweite ab. Plötzlich hellwach, „Bagger„, und runtergerutscht war er – mit Vollsprint zur anvisierten Eroberung.

Warum hilft es ein starkes WHY zu haben?

Ein echtes Warum lässt einen motiviert und engagiert nach vorne gehen. Das WIE ist dann nahezu irrelevant.

Und meistens scheitern die Menschen daran, dass sie sich aus Angst und dem daraus folgenden Sicherheitsbedürfnis das WIE in tausend Details ausmalen wollen – was zu noch mehr Unsicherheit und Überforderung führt, um es anzupacken. Mein Kleiner hat vermutlich nicht mal bemerkt, es wohl auch gar nicht genossen, hinunterzurutschen. Denn er hatte ein Ziel. Die Angst war verfolgen. Sein Warum war der einzige Fokus.

Wer also Probleme mit der eigenen Disziplin hat, sich deshalb oft ein schlechtes Gewissen einredet, ala „ich sollte doch, müsste mehr,…“, wem der Fokus zu fehlen scheint… etc., für den ist die Findung des eigenen Warums eine wahre Energie-Bombe für sein Vorhaben.

Deshalb empfehlen einem die Berater und Coaches gerne, dass man einen Purpose braucht, d.h. ein Warum finden soll. Doch stellt sich die Frage, ob jene wirklich selbst ein gutes und nachhaltiges WARUM ihr eigen nennen können. Daher mein Rat, sich nur von Leuten beraten und motivieren lassen, die selbst ihr Warum authentisch bis ins Extreme leben!

Wie finde ich meinen Purpose?

Das zu finden ist schon für Einzelpersonen nicht so leicht. Für Teams oder ganze Unternehmen ist es meist nur ein (oft schlechter) Kompromiss des kleinsten gemeinsamen Nenners der beteiligten, oft Interessens-geleiteten Personen. Meiner Beobachtung nach lebt kaum eine Firma einen Purpose – es sind (ähnlich dem Green-Washing) Feigenblätter, einem Zeitgeist zu entsprechen und ein Marketing-Instrument zu haben. Weil es eben auch schwer möglich ist einen Purpose für eine Sammlung von Menschen zu finden! Das gelingt nur sehr selten.

Dennoch würde ich immer empfehlen, die Diskussion zu führen. Wichtig ist vor allem, dass der Visions-Träger, meist der Gründer, sein persönliches Why kennt und alles und jeden danach ausrichtet. Andere dazu einzubeziehen ist eher kontraproduktiv und für den Erfolg eines Unternehmens zweitranging.

Dabei können auch mehrere eigene WARUMs zum Vorschein treten. Private wie berufliche.

Anmerkung: hinter einem guten Warum liegen fast immer ein oder mehrere Komplexe, die man aus der Kindheit bzw. Jugend mitbringt. Diese ausfindig zu machen ist der eigentliche Kern, seine Energien bzw. Warum zu finden. Das geht nur in einem Coaching oder angeleiteten Workshop.

Nun ist die Frage, was ist mein Warum“ etwas abstrakt, als dass die meisten nun darauf basierend gleich das eigene Warum fänden.

Wer es selbst wagen will, hier zwei erste Ansätze:

  • Stelle Dir nicht die Frage, „was ist mein Warum?“, sondern „Worauf bin ich die Antwort?“. Das ist leichter und geht mehr in die Tiefe Deiner Persönlichkeit. Z.B. im Privaten will ich „der beste Papa für meinen Sohn sein, damit er ein selbstbestimmtes und glückliches langes Leben hat“. Eine Annäherung mit einer anderen Frage ist, „Ich habe mir geschworen, dass ich (nie/immer)…„, um das dahinter stehende Warum offenzulegen. Achtung: die Antwort kann hier auch nur auf einem (falschen) Glaubenssatz beruhen.
  • Nutze unbedingt das Format für Deinen Warum-Satz, den auch Simon Sinek in ähnlicher Fom empfiehlt: „ich will […] für [Personen, Gruppen], damit diese […]„. Elementar hier, das „damit“ und „für“ andere.
Probier's aus! Formulire Deinen "..., damit..."-Satz!
Falls Du oder Dein Team dabei Unterstützung in Form eines kleinen Workshops braucht, einfach bei mir hier melden. 

Bleib dran & lebe,

Chris

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