„Was Chris, Du lässt Dich wieder anstellen?“

Kaum etwas ist anregender als eine (kleine) Sensation. Oft verbunden mit einer Mischung aus Neugier oder Schadenfreude.

Es kann sein, dass der ein oder andere beim Lesen des Titels, neben Ungläubigkeit, auch eine Form von leichtem Kopfschütteln oder gar Unsicherheit verspürt hat.

Habe ich richtig gelesen, der Chris, der mir ständig vom Gründen, Unternehmertum, Selbstbestimmung erzählt, will sich wieder anstellen lassen? Ist dann der ganze Startup-Kram von ihm nur Humbug? Ist er gescheitert? Muss ich jetzt alles, was ich von ihm erzählt bekommen habe in Frage stellen?

Was denke ich mir dabei?

Genau solche Gedanken und Aussagen von meinem Umfeld & Followern glaube ich zu antizipieren – zu recht oder nur eingebildet – wenn ich mit meinen Startup-Ambitionen aufhöre. Schließlich positioniere ich mich nebenher als eine Art Mini-Influencer für Entrepreneure und will anderen Gründern beim Verändern der Welt helfen.

Damit verbunden ist eine Form der gefühlten Verantwortung für meine Zielgruppe der Gründer. Und mancher mag das auch so empfinden und sogar einfordern.

Gleichzeitig blockt mich die Vorstellung, dass ich nicht frei wäre zu entscheiden, das Unternehmertum zu pausieren oder aufzuhören, nur weil ich selbst und andere an mich eine Erwartungs-Haltung haben.

Selbst auferlegter Druck kann einem sehr viel Energie, zumindest aber Lebens-Glück, kosten.

Deshalb will ich mir selbst keine Tabus auferlegen. Sonst wäre ich Dir ein schlechter Ratgeber.

Im (Gründer-)Leben sollte man selten etwas MÜSSEN, sondern eben fast immer DÜRFEN können.

Auflösung

Für mich wäre die Verpflichtung, d.h. ein Weitermachen-Müssen, ein Bremser für das drehende Rad, das ich gerne weiter mit noch mehr Energie antreiben möchte.

Daher will ich Dich nicht länger auf die Folter spannen. Und ich entschuldige mich für den Read-Bait:

Nein, ich werde mich demnächst nicht anstellen lassen!

Zumindest steht nichts Konkretes an, was mich dazu veranlassen würde. Schließlich habe ich mit 1Pitch mein neues Startup-Baby, das ich zum Erfolg führen möchte.

Warum habe ich den Post geschrieben?

Jeder Gründer darf sich selbst befreien und sich einen spannenden Angestellten-Job als schöne Option offenhalten.

Wer weiß, vielleicht übernehme ich ja irgendwo eine Geschäftsführer-Rolle für ein Unternehmen, mache Strategie-Beratung oder Sales für den Traum eines anderen. Was auch immer. Wieso nicht? Manchmal sind die eigenen Kompetenzen woanders besser aufgehoben als in der eigenen Firma.

Die Message für Dich

Immer, wenn Du Dir Wege verbaust, weil Du denkst, etwas müsse so sein bzw. weil Du glaubst, Dein Umfeld möchte Dich so sehen, wirst Du Dein Potential und die Dir offenliegenden Möglichkeiten der Welt nicht ausschöpfen und verpassen.

Gelegenheiten wahrnehmen braucht Offenheit und keine selbst auferlegten Dogmen.

Befreie Dich daher von hinderlichen mentalen Vorstellungen – Deinen und denen Deines Umfelds! Dazu gehört eben auch, dass Du Dich wieder anstellen lässt, wenn Dein Startup nicht funktioniert hat oder Du einfach keinen Bock mehr darauf hast.

Dafür, dass es eben immer OK ist vom Startup zurückzutreten, möchte ich Dir, falls Du solche Gedanken hegst, ein Beispiel sein! Mit mir hast Du jedenfalls jemanden, der Dich nie dafür blamen würde, wenn Du das Gründertum aufhörst. Alles im Leben hat seine Zeit!

Selbstbefreiung

Diesen Text zu schreiben war mir wichtig. Meines Erachtens sollte niemand Gründer oder Unternehmer sein müssen. Nein, ich will es wie gesagt „dürfen“! Wie alles andere Schöne im Leben auch. Denn sonst verliert es an Glanz und die (Lebens-)Energie geht flöten.

Klar, ein Commitment hin, sich als Unternehmer zu identifizieren, hilft sehr, um mit einem eigenen Startup erfolgreich zu werden, Doch es gibt immer mehr Optionen im Leben. Ich kenne viele Ex-Gründer, die heute in ihren Jobs bei Investoren, Konzernen, in anderen Startups,… zufriedener sind. Vor allem, weil eben sehr wenige Startups wirklich funktionieren und Erfolge oft Mangelware sein können.

Freiheit & Selbstbestimmung sind die maßgeblichen Triebfedern vieler Menschen, die nicht im Mainstream mitschwimmen wollen. Also tue auch Dinge, die Dich frei und selbst bestimmt machen – ob als Gründer oder Angestellter!

Wundere Dich daher nicht, wenn ich mich früher oder später einmal wieder anstellen lasse. Das kann auch Freiheit & Fun bedeuten – so fühlte sich zumindest mein Job lange Jahre bei Microsoft an.

Eines steht jedenfalls fest: Auch als Angestellter würde ich gemäß meinem Motto… dranbleiben & leben.

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