(Fehl-)Alarm: Deutschland geht unter – 2 Dinge die Du unbedingt tun musst!

Heute hatte ich ein spannendes Telefonat mit einem erfahreneren Gründer, der früher in meinem Uni-Kurs war. Es ging u.a. darum, ob und wie man sich (als Unternehmer) auf die kommende Krise in Deutschland vorbereiten sollte.

Dabei standen zwei Positionen im Raum, die sich meiner Meinung nach nicht widersprechen müssen:

  1. Szenarien-Denken und Vorbereitung als Versicherung für aufkommende Extremsituationen (z.B. Strom-Blackout).
  2. Optimismus, dass alles wie immer gutgeht und eine hilfreiche Go-for-Risiko-Mentalität durch Angst-Vermeidung, indem man ausblendet und sich nicht verrückt machen lässt.

Meiner Meinung nach kategorisieren sich 10% in die erste Gruppe und 90% in die zweite. Die Balance aus beiden validen Philosophien zu finden ist schwierig, aber notwendig!

  • Entweder man steigert sich nämlich in das eine rein, d.h. die Welt geht unter und man ist zunehmend gelähmt und handlungsunfähig
  • oder im anderen Extrem: am besten gar nicht damit beschäftigen und drüber nachdenken, um keinen Energie-Abfall zu erleben und Angst zu spüren.

Ich bin vorsichtig

Nun bin ich eher von der Sorte der Mahner und Skeptiker bezüglich einiger Zukunfts-Entwicklungen. Das liegt in meiner Persönlichkeit. Und über die Jahre verstärkt sich dies. Gleichzeitig hat der „Nicht-Optimismus“ auch Auswirkungen auf meine persönliche Risiko-Bereitschaft (als Gründer) und erhöht die Wahrscheinlichkeit verpasster Chancen.

Risiko managen

Mein eingeschlagener Weg ist daher das Risiko-Management. Es geht um das kontrollierte Risiko bzw. Vermeidung von Extrem-Situationen, soweit natürlich möglich. D.h. Risiken eingehen, soweit ich die Kompetenz dazu habe.

Das erlaubt(e) mir z.B. hohe Schwierigkeiten an überhängenden Felswänden in den Alpen zu klettern, gleichzeitig aber nicht drauf zu gehen. Denn ich bestieg nur Routen mit Bohrhaken und eingespielten Sicherungs-Partnern. Zugegebenermaßen war ich auch oft zu feige für krassere Touren. Beispielsweise wäre ich fast den El Capitan im Yosemite mit zwei Kletterfreunden mitgegangen, hatte aber zu viel Schiss. Ebenso kletterte ich keine Steilwände ohne sichere Haken oder Steinschlag-gefährdete brüchige Wände. Das hat das Abenteuer und Erfahrungen sicher reduziert, vermutlich auch Fun und tolle zu erzählende Geschichten gekostet. Aber anders als manche, die ich persönlich kannte, lebe ich noch. Das habe ich wohl von meinem Vater, der beste Kletter-Freunde in den Tod stürzen hat mitbekommen müssen.

Lebe, aber bleib am Leben!

Meine Empfehlung:

Nicht alles oder Nichts! Sondern vieles, aber nicht Nichts.

Individueller Optimismus

Wie gesagt, man kommt nicht aus seiner Haut. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen gemacht und unterschiedliche (Überlebens-)Modelle seiner Eltern übernommen. Diese definieren die eigenen Grenzen. Jene können durch diverse Maßnahmen noch etwas verschoben werden. Jedoch zeigt sich, dass Menschen über Jahrzehnte sehr ähnlich bleiben und die Grenzen eher enger werden. Klar, die Verantwortung für andere Menschen nimmt im Leben zu, ebenso die Negativ-Erfahrungen, in denen man auf die Finger bekommen hat. Da wird man vorsichtig.

Angst frisst Mut!

Auf der anderen Seite wird es kaum einen erfolgreichen Gründer geben, der ohne gehöriges eigenes Risiko gestartet ist.

Rückwirkend sagen viele Unternehmer, dass sie ungeheuer naiv waren, dreist, frech und als Grenzgänger ganz schön Dusl hatten.

Mancher ist fast ehrwürdig ob seiner vergangenen Taten, verbunden mit der gewonnenen Einsicht „das hätte auch ins Auge gehen können!“. Gleichzeitig sehnen sich fast alle zurück an den jungen Wilden, der sie mal waren – während sie gleichzeitig wissen, dass das vorbei ist. Denn zugegebenermaßen, es war unverantwortlich. Heute wäre das in der Verantwortung für viele Mitarbeiter und die eigene Familie regelrecht verantwortungslos. Die Zeiten ändern sich eben!

Junge Gründer sind risikobereiter – Aufstieg und Fall liegen aber nahe beieinander! Hören tut man nur von den Überlebenden. Sie sind in der Unterzahl.

Mein dringender Appell an Gründer

Es gibt Zeiten, die sind gemacht für Optimisten. Die letzten 50 Jahre sind solche Zeiten. Wer will schon hören, dass es nicht so weitergeht wie bisher. Immer nach vorn!

Als Pessimist oder Warner wird man im aktuellen Zeitgeist schnell der Klasse der Untergangs-Propheten zugeordnet.

Doch es gibt Zeiten, da ist Angst Überlebens-wichtig. Nicht nur, wenn in der Steinzeit der Säbelzahntiger vor einem stand. Nein, auch gesellschaftliche und soziale Verwerfungen dürfen nicht übersehen oder durch eine naive Haltung „es ist ja immer alles gut gegangen“ verharmlost werden.

Interessanterweise habe ich in einer Fernseh-Dokumentation (ZDF-Historie glaube ich) gesehen, dass die meisten Pessimisten dem Holocaust entronnen sind („Pogrome gingen immer schlecht für uns aus“), währen viele Optimisten („ein zivilisiertes Land kann uns doch nicht alle umbringen“) grausam umgekommen sind.

Ich bin fest der Meinung, die Zeit ist nun eine andere. Die nächsten Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte werden heftig in Europa – um es milde auszudrücken! Man kann dem auch kaum entkommen, außer man wandert zufällig in das richtige Land aus.

Zwei Maßnahmen für den kommenden Blackout

Mit den ideologischen und Fehl-Entscheidungen der jetzigen und vergangenen Politiker ist die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts gerade in Deutschland auf über 50% gestiegen. Selbst Chefs der deutschen Stromerzeuger halten das Risiko bereits für über 90% wahrscheinlich. In den baltischen Staaten wird die Bevölkerung offiziell angewiesen Vorsorge zu treffen. Darüber wird bei uns nicht berichtet, da aus krummer Ideologie die gescheiterte Energiewende nicht diskutiert werden darf.

Allen meinen Coachees rate ich daher derzeit intensiv, dass sie zwei Dinge tun:

  1. Datensicherung & operative Verfügbarkeit außerhalb Europas
  2. Essen & Trinken für mind. 2 Wochen einlagern

Hunderte Startups waren vor drei Jahren für immer aus dem Geschäft, als in Strasbourg ein Rechenzentrum abbrannte. Wenn der Blackout kommt, und das ist die Mutter des Stromausfalls mit unzähligen Toten schon nach wenigen Tagen, ist Dein Business im Blackout-Gebiet (vielleicht für immer) down – außer Du bist Sicherheits-Dienst-Unternehmer.

Wer mit (Kunden-)Daten und Software arbeitet, sollte sich unbedingt mit den Co-Foundern und relevanten Mitarbeitern kurz darüber in einem Meeting unterhalten und Maßnahmen ergreifen, wie man seine Daten und Codes sichern kann.

Wenn der Strom wieder da ist – was Tage, Wochen oder gar Monate dauern kann – ist man in der Lage das Geschäft wieder aufzunehmen und hat gegenüber Wettbewerbern, die vermutlich nie mehr hochfahren einen immensen Vorteil. Krisen machen die mit Abstand größten Gewinner – es sind die Vorbereiteten!

Wer in anderen Ländern außerhalb der EU operiert, sollte unbedingt Server außerhalb der Zone nutzen, da ein Blackout ganz Europa betreffen kann.

Ein Unternehmer der keine Krisen-Szenarien entwickelt und Vorkehrungen trifft ist ein naiver Narr! Jener sollte keine nachhaltige Verantwortung für Mitarbeiter und Kunden haben dürfen!

Natürlich muss der krasse Fall nicht eintreten. Vielleicht gibt es auch nur kleine und häufigere lokale Stromausfälle wie vor Kurzem in Baden-Baden oder Tirol. Doch das Netz wird zunehmend instabiler. Allein schon weil der Stromverbrauch steigt (Elektro-Autos) und paradoxerweise Kraftwerke in Deutschland abgeschalten werden bei immer weniger Gas für die Verstromung für die Grundlast.

Bitte investiere nur diese 4 Stunden Deines (Gründer-)Lebens in die beschriebene Vorsorge!

Die meisten Menschen haben für jeden Mist eine Versicherung (Hausrat, Haftpflicht, Berufsunfähigkeit, etc.), die nur eine Wahrscheinlichkeit im Promille-Bereich haben, dass sie jemals notwendig werden. Während sich die aktuellen Entwicklungen im zweistelligen Prozentbereich der Wahrscheinlichkeit bewegen. In dieser Lage nicht vorzusorgen ist daher irrational, ignorant und eines Unternehmers nicht würdig! Egal ob Optimist, Realist, Possibilist oder Pessimist.

Wichtig ist, sich weder kaputt zu machen und voller Energie zu bleiben, noch naiv nichts zu tun und nur zu hoffen!

Da ist es keine Panik-Aktion, wenn man Essen und Trinken für sich und seine Familie für mehrere Wochen einlagert. Einmal wenigstens für 500€ einkaufen, einlagern und im Worstcase nicht seine Kinder verhungern sehen – das wird man sich – anders als alles wegwerfen zu müssen – sonst nie verzeihen!

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